Kinder stark für’s Leben machen

Viele Eltern kennen die Situation: Dem eigenen Kind widerfährt eine Ungerechtigkeit.

Doch anstatt sich verbal dagegen zu wehren, fängt das Kind an zu weinen und beschäftigt sich noch lange gedanklich damit.
Doch Mut lässt sich gut trainieren! Und dabei können Eltern ganz gezielt mithelfen, denn sie sind nun einmal die Vorbilder, nach denen sich Kinder richten. Erduldet man beispielsweise im Restaurant eine schlechte Bedienung oder mangelhaftes Essen stumm, merkt sich das Kind diese Verhaltensweise und kopiert sie in seinem Alltag. Für Eltern ist also wichtig, ihrem Kind zu signalisieren, dass man sich nicht alles gefallen lassen sollte – dabei aber stets höflich und freundlich bleiben muss.
Weiterhin sollten Eltern nicht ständig auf der Schüchternheit ihres Kindes herumreiten. Hat es erst einmal diesen Stempel aufgedrückt bekommen, fügt es sich in die ihm zugewiesene Rolle und legt das zurückhaltende Verhalten nie wieder ab. Stetige Ermutigungen und Ansporn helfen hier viel mehr!

Starke Kids
Für den Umgang mit gleichaltrigen Kindern hilft frühzeitiger und regelmäßiger Kontakt zu ihnen. Wenn ein Kind von klein auf mit anderen spielt, passiert es automatisch schneller, dass richtiges Verhalten gelernt und angewandt wird. Sollte das Kind wirklich sehr schüchtern sein, hilft es, wenn die Eltern zu Anfang begleitend mitkommen und in Notfällen selbst eingreifen.
Dabei darf man dem Kind aber auch nicht zu viel unangenehme Arbeit abnehmen – es soll schließlich irgendwann selbst lernen, für seine Bedürfnisse und Wünsche einzustehen.

Manchmal können Kinder im Vor- und Grundschulalter nicht nur im Umgang mit anderen, sondern auch im Selbstbezug sehr schnell unsicher werden. Ängstliche Kinder, die sich vor Dunkelheit und Monstern unter dem Bett fürchten, müssen aber trotz ihrer unbegründeten Ängste immer ernst genommen werden und dürfen niemals ausgelacht werden!

Dies ist ein wichtiger Schritt zum Vertrauen und Sicherheitsgefühl. Sobald das Kind merkt, dass die Eltern es nicht ernst nehmen, verschließt es sich immer mehr und lässt sie überhaupt nicht mehr an seinen Gefühlen teilhaben.
Auch hier gilt zunächst der Hinweis, ein gutes Beispiel zu sein. Kreischen, sobald eine Spinne zu sehen ist, überträgt sich schon sehr früh auf das Kind! Es lernt, sich sehr vor diesem Tier zu fürchten, da es sogar Mama zittern lässt.
Vorgelesene Märchen, in denen kindliche Ängste weniger bedrohlich verpackt sind, helfen sehr bei der Verarbeitung. Allgemein gilt: Je gründlicher über die Ängste gesprochen wird, desto leichter ist es für Kinder und Eltern, diese zu akzeptieren und zu bekämpfen. Rituale wie eine Kuschelrunde im Bett bei Gewitter, oder fröhliches Singen gegen Gespenster, haben sich ebenfalls bewährt. Oder man lässt das Kind malen, wovor es gerade Angst hat, aber auch, was es gerade sehr gern mag. Hauptsache ist, dass das Kind sich sicher und von den Eltern verstanden fühlt.

Kinder stark machen für ein suchfreies Leben! Die Bundeszantrale für gesundheitliche Aufklärung hat sich zum Ziel gesetzt, Kinder und Jugendliche in ihrer Persönlichkeit zu stärken, dass sie später auch gegen den Gruppendruck “Nein” zu Suchtmitteln sagen können. Damit ist die BZgA auf Tour in Deuschland und bietet jede Menge Mitmach-Aktionen. Infos zur Tour gibt es auf www.kinderstarkmachen.de 

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