Elterntaxis sind gefährlich

TaxiWer kennt es nicht? Wir als Eltern haben verschlafen oder sind einfach mal spät dran. Dann muss heute das Auto herhalten, damit die Kinder noch pünktlich zum Unterricht kommen. Vor der Schule sind wir mit dem Auto aber nicht die alleine.  Es warten und drängeln von rechts und links noch einige andere Eltern im Auto.

Dann wird gerne auch die eine oder andere Verkehrsregel mal übersehen, in Ausfahrten oder auf dem Behindertenparkplatz geparkt, durch die 30iger Zone mit überhöhter Geschwindigkeit gefahren, man will ja nicht, dass das Kind zu spät kommt.

Leider ist es aber in vielen Familien zur Regel geworden, die Kinder mit dem Auto zur Schule zu bringen. Das Resultat ist, Stau kurz vor Schulbeginn.  Dabei wird durch Aktionen wie „Zu Fuß zur Schule“ immer wieder auf das Problem aufmerksam gemacht und gebeten, die Kinder im Grundschulalter auf jeden Fall alleine zur Schule kommen zu lassen.

http://www.zu-fuss-zur-schule.de/

Viele Städte haben das Problem erkannt und versuchen dagegen anzugehen. Die Stadt Frankfurt, z.B., beginnt damit im Kindergarten. Im Kindergarten erhalten die zukünftigen Erstklässler Besuch von Verkehrserziehern und üben den zukünftigen Schulweg.

Auch die Eltern werden mit ins Boot geholt und werden auf den Elternabenden über Ihre Aufgaben informiert, zum Thema sicherer Schulweg. Das Frankfurter Verkehrsdezernat und Straßenverkehrsamt haben zu diesem Thema einen Film in Auftrag gegeben.

http://www.youtube.com/watch?v=gGoF2SqHB_Q

Natürlich stellt der Film die Situation völlig überspitzt dar, aber er liefert auch eine gute Diskussionsbasis. Aus Elternsicht ist der Fall eindeutig: der Schulweg ist zu unsicher! Deswegen müssen die Kinder mit dem Auto gebracht werden.

Aus Sicht von Pädagogen ist es wichtig für Kinder den Schulweg alleine zu meistern. Sie lernen ein Raum-Zeit Gefühl, müssen Gefahren einschätzen und bewegen sich.

In diesem Frühjahr hat  die Schillerschule in Herne etwas gegen das Problem getan. Gemeinsam mit der Polizei haben die Eltern und Lehrer der Schule auf einem naheliegenden Parkplatz eines Supermarktes eine Elternhaltestelle eingerichtet. Von dort sind es noch ca. 400m zur Schule.  Eltern sind als Verkehrsbegleiter auf dem Weh eingesetzt und sichern so den Weg.

Nordrhein-Westfalen hat eine weitere Initiative ins Leben gerufen, der Walking Bus. Auch diese Verkehrsmaßnahme dient zur Förderung den Weg zur Schule zu Fuß zu bewätigen.

http://www.verkehrssicherheit.nrw.de/download/5100_Walkingbus_Handlungsleitfaden_12_05.pdf

Eine dauerhafte, bundesweite Lösung gegen das Verkehrschaos an den Grundschulen gibt es noch nicht. Nur mit einer kontinuierlichen Aufklärung kann das Problem bewusst gemacht und in den Griff bekommen werden.

 

bild: blu-news.or

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>