Adventszeit!

Advent, die Zeit zum Basteln, die Zeit zum Backen, die Zeit der Weihnachtsmärkte, die Zeit der Kerzen und Lichter. Das wissen wir heute alle, aber woher kommt der Begriff Advent und was bedeutet Advent im eigentlichen Sinne und welche Bräuche und Sitten gehen auf den Advent zurück?

advent1Der Name stammt aus dem Lateinischen, Namespate ist das Verb „adveniere“, auf Deutsch „ankommen“ oder „eintreffen“. Christus kommt an, die Geburt Christi tritt ein. Und so begeht das Christentum schon seit dem 4. Jahrhundert den Advent. Eine erste schriftliche Erwähnung der Adventszeit findet man im Konzil von Saragossa im Jahre 380. Darin werden die Gläubigen angehalten sich auf die Feierlichkeiten der Geburt Christi vorzubereiten, also auf Weihnachten.

In der Frühzeit dauerte die Adventszeit noch bis zu 8 Wochen, heute hat sie sich auf 4 Wochen reduziert und beginnt stets am 4. Sonntag vor dem 25. Dezember und endet immer an eben jenem 25. Dezember.

Viele der Bräuche in der Adventszeit entstammen nicht nur christlichen Traditionen, sondern ihnen liegen alte germanische Vorstellungen unserer heidnischen Vorfahren zu Grunde. Einer der jüngsten Bräuche ist der Adventkranz, der sich nach dem ersten Weltkrieg in Deutschland etabliert hat. Zurück geht der Adventkranz auf den Theologen Johann Hinrich Wichern. Er hatte sich einiger Kinder angenommen die er großzog. Auch im Jahre 1839 waren die Kinder schon genauso aufgeregt und gespannt, wann denn endlich Weihnachten sei, wie unsere Kinder heute. Um den ständigen Fragen, wann denn endlich Weihnachten sei, zu entgehen, bastelte Wichern einen Holzkranz und dekorierte ihn mit 19 kleinen roten Kerzen und 4 großen weißen Kerzen. Jeden Tag wurde dann eine Kerze angezündet, Wochentags die Roten, an den 4 Adventssonntagen wurde jeweils eine weiße Kerze entzündet.

Was viele heute nicht mehr wissen, dass in den frühen Jahren die Adventzeit auch eine Fastenzeit war, vergleichbar mit der Fastenzeit vor Ostern. Ein noch heute untrügliches Zeichen für das Fasten vor Weihnachten ist der traditionelle Weihnachtskrapfen.

 

 

Bild: Barbara Müller-Walter

 

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